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vom Libanon lernen? 27. März 2010

Posted by kikrisenf in Uncategorized.
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unter dem Titel

Kann die Schweiz von Libanon lernen?

erschien am Donnerstag ein interessanter Artikel in der NZZ:

Letzte Woche wollte der libysche Botschafter in Damaskus seinem libanesischen Kollegen eine Einladung zur arabischen Gipfelkonferenz in Libyens Hauptstadt Tripolis Ende März übergeben. Auf Anweisung seiner Regierung weigerte sich der Libanese jedoch, das Couvert auch nur anzunehmen. Diese Form der Einladung verstosse gegen das Protokoll, welches dafür den Besuch eines hochrangigen Vertreters in Beirut verlange. Als Schweizer reibt man sich die Augen: Wie wagt es ein kleines Land, dessen Einwohner die Hälfte der Eidgenossenschaft ausmachen, dem fürchterlichen Ghadhafi die kalte Schulter zu zeigen?
Der refüsierte Brief ist nicht die erste libanesische Brüskierung Libyens.

Das frage ich mich auch:
wie kann die libanesische Regierung einfach so mit libyschen Würdenträger umgehen?
Was erlauben die sich eigentlich, Ghadhafi nicht die Füsse zu küssen.

Da kann der Libanon noch viel von der Schweiz lernen 🙂

weiter im Text.

Verglichen mit jenem der Libanesen ist der Streit der Eidgenossen mit Ghadhafi ein Sturm im Wasserglas. Der Disput der beiden arabischen Länder wurde nicht durch Schläge auf eine Kammerzofe ausgelöst, sondern durch die mutmassliche Entführung eines angesehenen Geistlichen.(..)

Laut einer libanesischen Zeitung droht Libyen mit wirtschaftlichen Konsequenzen und der Ausschaffung der im Land lebenden Libanesen, sollte Libanon den Gipfel boykottieren. Dies scheint in Beirut jedoch keine besondere Aufregung zu verursachen, obwohl auch Libanon ein internationaler Finanz- und Handelsplatz ist.(…)

Aber man hat nie darauf verzichtet, von Ghadhafi Auskunft über das Schicksal von Imam Mussa Sadr zu verlangen.

Der Libanon, ein Land mit halb soviel Einwohnern wie die Schweiz, hat sich entschieden, standhaft zu sein und keinen Bückling zu machen.

Sie ziehen das schon seit über 30  Jahren durch.

Wer ist den Iman Mussa Sadr?

Im NZZ-Artikel steht:

Im August 1978 verschwand der politische und geistige Führer der libanesischen Schiiten, der Imam Mussa Sadr

Also niemand?
Oder wenigsten unwichtiger für Gesellschaft und Staat als ein Geschäftsmann?

Besoffen sein ist strafbar 10. März 2010

Posted by kikrisenf in Uncategorized.
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Heute berichtet die Presse, dass der Alkohol-Knast in Zürich eröffnet wurde.

Die “Übernachtung” soll CHF 950 pro Tag kosten. Tagesanzeiger

Schön sagt es der Noch-Gesundheitsvorsteher Robert Neukomm (SP):

[…] sondern die Betrunkenen die Übernachtung in der Ausnüchterungszelle selbst berappen müssen, sei «auch vom erzieherischen Aspekt her richtig»

Weitere kann man im Tagi lesen:

Ausserdem würden die Spitäler und die Regionalwachen, wo straffällige Betrunkene bisher ausgenüchtert wurden, entlastet.

Ich dachte, es ginge um Besoffene?

Sind Besoffene per se schon straffällig?
Saufen ist doch (noch!) nicht verboten.
Besoffen sein hingegen schon?
Seit wann?
Die NZZ berichtet

Als Beispiele nennt Maurer Betrunkene, die im Schnee einschlafen, junge Männer, die Gewalt suchen, oder Frauen, die wegen ihres Zustandes leicht Opfer sexueller Übergriffe werden könnten.

zusammengefasst

Besoffen sein ist strafbar geworden

auch wenn es noch kein gesetzlicher Verbot gibt.