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Besoffen sein ist strafbar 10. März 2010

Posted by kikrisenf in Uncategorized.
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Heute berichtet die Presse, dass der Alkohol-Knast in Zürich eröffnet wurde.

Die “Übernachtung” soll CHF 950 pro Tag kosten. Tagesanzeiger

Schön sagt es der Noch-Gesundheitsvorsteher Robert Neukomm (SP):

[…] sondern die Betrunkenen die Übernachtung in der Ausnüchterungszelle selbst berappen müssen, sei «auch vom erzieherischen Aspekt her richtig»

Weitere kann man im Tagi lesen:

Ausserdem würden die Spitäler und die Regionalwachen, wo straffällige Betrunkene bisher ausgenüchtert wurden, entlastet.

Ich dachte, es ginge um Besoffene?

Sind Besoffene per se schon straffällig?
Saufen ist doch (noch!) nicht verboten.
Besoffen sein hingegen schon?
Seit wann?
Die NZZ berichtet

Als Beispiele nennt Maurer Betrunkene, die im Schnee einschlafen, junge Männer, die Gewalt suchen, oder Frauen, die wegen ihres Zustandes leicht Opfer sexueller Übergriffe werden könnten.

zusammengefasst

Besoffen sein ist strafbar geworden

auch wenn es noch kein gesetzlicher Verbot gibt.

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Kommentare»

1. Titus - 11. März 2010

Ich glaube da hast Du etwas falsch verstanden: In der Ausnüchterungszelle zu landen ist noch keine Strafe, denn besoffen zu sein ist noch keine strafbare Handlung.

Die Polizei, welche in solchen Fällen gerufen wird, befindet sich in einer relativ schwierigen Situation: Einerseits können sie jemanden nicht einfach so festhalten, wenn nichts gegen ihn vorliegt. Liegenlassen können sie jemand aber auch nicht. Und ihn nach Hause bringen, wo sich der Besoffene selber nicht versorgen kann oder für sich selber eine Gefahr ist, könnte wiederum Vorwürfe von wegen verantwortungslosem Handeln mit sich bringen.

Ich finde daher die Lösung der Ausnüchterungszelle an sich. Vielleicht sollte man es aber besser Ausnüchterungszimmer oder Ausnüchterungsraum nennen, denn eine Zelle klingt immer so nach Knast, was es in diesem Fall sicher nicht ist.

2. kikri - 11. März 2010

Es könnte sein, dass ich es absichtlich falsch verstanden habe.

Grundsätzlich sehe ich das folgendermassen:
Wenn mich die Polizei mitnimmt und bestimmt, wo ich mich die nächste Zeit aufzuhalten habe bzw. wo ich zu schlafen habe, ist das eine Verhaftung.
Bisher dachte ich, dass nur Leute verhaftet werden, die eine Straftat begangen haben oder einer solchen beschuldigt werden (Untersuchungshaft).

R. Neukomm sagt es schön mit „erzieherischer Aspekt“.
Darum geht es doch: der Staat will uns erziehen.
Die Mittel halte ich für völlig unverhältnismässig.
Wer besoffen mit den Auto unterwegs ist, verliert das Billet und bekommt eine Busse. Darf aber daheim schlafen.
Wer besoffen zu Fuss unterwegs ist, kommt in den Knast und muss die Kosten selber tragen.

Irgendwie passt die Idee, randalierende Jugendliche übers Wochenende einzuknasten sehr schön dazu.
Siehe dazu 20Minuten

Mir ist die Aktion zu erzieherisch und zu wenig verhältnismässig

3. Titus - 14. März 2010

Da ist kein Link hinter dem Wort «20Minuten»… (?)

Wenn jemand nicht mehr in der Lage ist, für sich selber zu sorgen, wenn jemand nicht im vollen Besitz seiner geistigen Kräfte ist und damit nicht mehr weiss, was er tut und er somit nicht nur eine Gefahr für sich sondern auch für andere ist, soll er dann einfach von der Polizei liegengelassen werden?

Dem besoffenen Autofahrer wird nicht nur deshalb der Führerausweis abgenommen, weil er besoffen war, sondern weil er eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer ist…

kikrisenf - 14. März 2010

Ich habe den 20Minuten-Link gesetzt. Hoffentlich funktioniert es jetzt.
Bez. besoffenen Autofahrern hast du natürlich zu 100% recht.
Besoffene Fussgänger gefährden in erster Linie sich selbst.
Es ist also nicht direkt vergleichbar.

Wie viele sind bisher im Suff erfroren?
Was mich an der ganzen Geschichte definitiv stört:
– „erzieherische Massnahmen“, wie Stadtrat Neukomm sagt (auch wenn er es nur in Bezug auf die Kosten sagt)
– Abschlussgespräch mit einem Sozialarbeiter (Besoffene scheinen Betreuung zu benötigen)
– Dass die Daten „schon“ nach 1 Jahr gelöscht werden. Weshalb werden die Daten aufgenommen? Geht der Staat mein Saufverhalten etwas an?

Der Staat scheint uns allen wieder mal sagen zu wollen, was gut und was schlecht für uns ist.
Natürlich unter dem üblichen Deckmäntelchen, mich/uns zu beschützen.

Wenn ich heute Abend zu viel gesoffen habe, geht das nur mich etwas an, ich muss ja morgen auch den Kater ertragen.
Wenn ich morgen „unfitt“ an der Arbeit erscheine habe ich zu Recht auch ein Problem mit meinem Chef.

Bisher galt: ich baue Scheisse, ich bade diese selber aus.
Es wird praktisch werden: ich baue Scheisse, der Staat badet es aus.
Kann das sein?

4. Carolus Magnus - 5. April 2010

…oder Frauen, die wegen ihres Zustandes leicht Opfer sexueller Übergriffe werden könnten.

Und Männer nicht?

Hier scheint Alice Schwarzer wieder zugeschlagen zu haben.

Carolus Magnus

5. kikrisenf - 7. April 2010

Alice Schwarzer ist doch die frauenfeindlichste Frau im deutschsprachigen Raum.
Sie gesteht Frauen kein eigenständiges Denken zu.
Ausser es passt zu 100% zum Schwarzer’schen Frauenbild.
Alle andern Frauen sind fremdgesteuert, von Männern missbraucht etc.

Männer müssen von Frauen geschützt werden, die sie einfach so mit(ab-)schleppen wollen.

Oh Menschheit, stirb aus.
Dann ist endlich auch das CO2-„Problem“ gelöst


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