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Gesundheitskosten steigen, weil (füllen Sie einen Grund nach Ihrem Gusto ein) 20. Dezember 2009

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Dünne sollen weniger Krankenkasse bezahlen

Jetzt sollen alle, deren Lebensstil nicht den Vorstellung der Gesundheitsfanatiker entspricht, zur Kasse gebeten werden.

Die FDP-Forderung können Sie in der Sonntagszeitung nachlesen:

Die FDP wolle ein Bonusmodell, das einen gesunden Lebenswandel belohne.

Krankenkassen müssten demnach Versicherungsmodelle anbieten, in denen sich Patienten zu einem gesunden Lebenswandel – messbar zum Beispiel mit dem Body-Mass-Index oder einem Fitnesstest – verpflichten.

Felix Gutzwiller, Zürcher Ständerat und Chef der freisinnigen Gesundheitskommission, begründe den Tabubruch: «Solche Bonusmodelle fördern Eigenverantwortung und Prävention. Wir sparen so Kosten für alle, das ist solidarisch.»

Was sich schon lange abzeichnet soll Wahrheit werden:

Jeder schuldet der Gesellschaft, sich gesund zu verhalten und  nach den Richtlinien der Gesundheitsdiktatoren richten.

Wer das nicht mitmachen will oder kann wird bestraft.

Vorerst sollen fragwürdige Indikator wie BMI und Fitness ausschlaggeben für die Bestrafung sein.

Kommen später auch andere Volksschädlinge wie

  • Skifahrer
  • Extremsportler
  • Käseliebhaber
  • Weinliebhaber
  • Raucher
  • (bitte verlängern Sie die Liste: schreiben Sie etwas drauf, das Sie nicht betrifft)

dran?

Was ist mit den Jogger? Nordic Walkern, Schwimmern, Marathonläufern etc.

Wahrscheinlich kommen die davon, weil die aktuelle Gesundheitsideologie diese Tätigkeiten als gesund taxiert.

Freuen Sie sich nicht zu früh, es kann auch kehren.

Irgendjemandem wird sicher auffallen, wieviele Kniegelenke u.a durch diese Sportarten kaputt gehen.

Von Herzinfarkten wegen Überlastung gar nicht zu schreiben.

Die Fragwürdigkeit des BMI liegt auf der Hand:

Ab BMI 25 gilt man als übergewichtig.

Haben Sie schon jemand mit BMI 25 gesehen?

Gehören Sie auch dazu?   BMI = Gewicht in kg/(Grösse in Meter)²

Halten Sie eine 25er Figur als übergewichtig?

Ich nicht.

Es geht noch blöder:

Keine bezahlten Arztbesuche bei Grippe

In diesem Artikel darf der Santésuisse-Direktor Stefan Kaufmann seine Ideen ausbreiten

Er appelliert zudem an die «Eigenverantwortung» der Menschen: «Wenn ich eine Grippe oder eine Erkältung habe, dann zahle ich den Arztbesuch oder das fiebersenkende Mittel selbst.»

Schön für ihn, wenn er das aus dem eigenen Sack finanzieren kann weil er einen hohen Lohn, bezahlt mit Steuergelder, bekommt.

Bezahlt mit Steuergeldern heisst: von uns allen.

Weiter lese ich

Mit seinem Vorschlag will Kaufmann die Prämienexplosion eindämmen. «Wenn jeder die Spitzenmedizin in Anspruch nimmt und das Kollektiv der Prämienzahlenden zur Kasse bittet, wird das extrem teuer», sagte er als Begründung für seinen Vorstoss.

Was jetzt?

Die KK-Prämien steigen weil man wegen jeden Bobo zum Arzt rennt oder weil die Spitzenmedizin so teuer ist.

Operationen wird er wohl nicht aus dem eigenen Sack bezahlen wollen.

Oder ist es eher, weil Politiker und Gesundheitsfanatiker zu blöd sind, ein bisschen über ihre Nasenspitze hinaus zu denken?

Monokausal (1 Ursache/1 Wirkung) eben.
Lesen Sie ähnliches bei Sackstark und bei mir

Die neuen Bösen: Übergewichtige 5. Dezember 2009

Posted by kikrisenf in Uncategorized.
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Zürcher sollen „leichter leben

Kampagne gegen Übergewicht

So titelt heute die NZZ

Das bekommen Zürcherinnen und Zürcher in den nächsten Wochen auf Plakaten und anderswo zu lesen: „Die Bevölkerung des Kantons Zürich nimmt zu. Auch in Kilos“. Oder: „Tun Sie etwas für Ihr Herz. Achten Sie auf Ihren Bauch.“ Oder, auf Einkaufstaschen gedruckt: „Lassen Sie die Fettpölsterchen leer schlucken. Füllen Sie mich mit Gemüse.“ Oder auf der Plakatwand einer Tiefgarage: „Bremsen Sie Ihr Übergewicht aus. Nehmen Sie das nächste Mal das Velo.“ Mit solchen Sprüchen will die Gesundheitsförderung die Bevölkerung auf das Problem Übergewicht aufmerksam machen und ihr Tipps geben, was dagegen zu tun wäre…
…Er (Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger) wies auch auf die finanziellen Folgen hin: Übergewicht und Fettleibigkeit verursachen im Kanton Zürich jährliche Gesundheitskosten von rund 900 Millionen Franken….“

Ja genau, volle drauf.
Schliesslich kostet Übergewicht, genau wie Alkohol, Rauchen….
Übergwicht ab BMI 25, Fettleibigkeit ab BMI 30.
So werden möglichst viele Kranke, die ausgegrenzt werden müssen, gemacht.
Man sollte nur aufpassen, dass es nicht zu viele werden.
Dass man ca. 20% der Bevölkerung diffamieren kann und dabei noch Abstimmungen gewinnt wissen wir seit dem Rauchverbot.
Geht das auch mit 30 oder 40%.
Dazu gibt es sicher (bald) geheime Studien.
Sind in den 900’000’000 Franken auch Schätzkosten wie z.Bsp Scham, sich mit jemand übergewichtigen aus der Strasse sehen zu lassen, durchgesessene Sofas, Mehrbelastung der Trottoirs etc. Enthalten?
Hast schon mal jemand die angeblichen Kosten von Rauchen, Übergewicht, Alkohol… zusammengezählt?
Gibt das mehr als die Krankenkassenprämien, gar mehr als das BIP?

Den entsprechenden online NZZ-Artikel gibt es hier.

Weitere Infos bei  leichter-leben